Merkblatt Gebäudebegrünung

Dieses Merkblatt der Tool­box Nach­hal­ti­ge Be­schaf­fung Schweiz enthält konkrete Empfehlungen sowie Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung von Gebäubebegrünung. Ausserdem bietet es einen Überblick über die ökologischen und sozialen Aspekte dieser Produktkategorie.

Inhalt in Kürze:
Dieses Merkblatt fokussiert auf die Planung und Gestaltung von naturnaher, biodiverser Gebäudebegrünung, die mit möglichst nachhaltigen Materialien und Methoden angelegt und gepflegt werden. Mit Gebäudebegrünung gemeint sind Dach- und Fassadenbegrünung, aber auch Begrünung weiterer vertikaler Flächen wie beispielsweise Mauern und Stützen.
Die Empfehlungen im Merkblatt können verwendet werden, sowohl wenn die Gartendienstleistung von der öffentlichen Hand selbst durchgeführt wird, als auch bei der Vergabe an ein externes Unternehmen.
Der Zustand der Biodiversität in der Schweiz ist bedenklich. Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten sind bedroht. Auch werden durch die zunehmende Verdichtung die Grünräume knapper und die Artenvielfalt im städtischen Raum geht zurück. Naturnahe Gebäudebegrünung können so zusätzliche Grünflächen schaffen. Auf extensiven Dachbegrünungen können pro ha über 100 Pflanzenarten vorkommen. Vertikalbegrünung gilt als das grösste Naturraumpotenzial im urbanen Raum. Zusätzlich sind Begrünungen von Gebäuden raum- und stadtklimatisch wertvoll. Städte und Gemeinden können hier auf den eigenen Gebäuden mit positivem Beispiel vorangehen und zusätzlich über die Bau- und Zonenordnung die Begrünungen auf Privatliegenschaften fördern.

Die wichtigsten Empfehlungen vor und beim Kauf:

  • Die Planung von Gebäudebegrünung ist bereits in frühe Planungsphasen des Bauvorhabens einzubeziehen, da Statik und Art der Fassaden- und Dachkonstruktion berücksichtigt werden muss.
  • Vorgaben zur Gestaltung der naturnahen Flächen auch in Ausschreibungen und Wettbewerbe integrieren.
  • Für Ausschreibungen Vorgaben von eco-bau im Bereich Gärtnerarbeiten / Umgebungsgestaltung beachten.
  • Für die Nachhaltigkeit der Bedachungsarbeiten die Vorgaben von eco-bau beachten.
  • Falls es in der Verwaltung keine Spezialisten für naturnahe Gebäudebegrünungen gibt, ist es hilfreich, eine Fachperson für Planung und Umsetzung beizuziehen. Hierfür eigenen sich Gärtnereien, Gartenbau-planer und Landschaftsarchitekten, welche naturnah arbeiten (z.B. Bioterra-zertifizert) oder spezialisierte Stellen wie die Schweizerische Fachvereinigung Gebäudebegrünung.
  • Nutzungsansprüche müssen für eine erfolgreiche Umsetzung naturnaher Gestaltung mit einbezogen werden.

Weitere Informationen können dem Merkblatt entnommen werden.

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Informationen zum Dokument

  • Typ
    Dokument
  • Dateiformat
    PDF
  • Publizierende
    PUSCH – Praktischer Umweltschutz
  • Publikationsdatum
    26. Januar 2024
  • Verfügbare Sprachen
    Deutsch, Französisch
  • Kontakt
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Letzte Änderung
26. Januar 2024